Kündigung Arbeitsverweigerung

Das Arbeitsverhältnis ist ein Austauschverhältnis. Einfach dargestellt: Arbeit gegen Geld. Welche Auswirkungen hat die beharrliche Weigerung eines Arbeitnehmers, die vertragliche geschuldete Arbeitsleistung zu erbringen?

An sich ist eine solche Weigerung geeignet, eine sogar außerordentliche fristlose Kündigung zu rechtfertigen. So sieht das jedenfalls das Sächsische LAG, Urt. v. 31.07.2020 - 2 Sa 398/19. Ab wann muss von einer beharrlichen Arbeitsverweigerung ausgegangen werden? Ein Arbeitsnehmer verweigert die ihm angewiesene Arbeit beharrlich, wenn er sie bewusst und nachdrücklich nicht leisten will. Ob er zur Arbeitsleistung verpflichtet war, entscheidet sich nach der objektiven Rechtslage. Verweigert der Arbeitnehmer die Arbeitsleistung in der Annahme, er handele rechtmäßig, hat er grundsätzlich selbst das Risiko zu tragen, dass sich seine Rechtsauffassung als unzutreffend erweist.

Dadurch droht im schlimmsten Fall die (fristlose) Kündigung des Arbeitsverhältnisses. Über die Zahlung einer Abfindung muss dann nicht nachgedacht werden.