Minijob und Verdienstgrenze

Handelt es sich noch um einen Minijob, wenn das monatliche Arbeitsentgelt 450 EURO überschreitet?

Eine nicht versicherungspflichtige und geringfügige Beschäftigung, also umgangssprachlich ein Minijob, liegt grundsätzlich vor, wenn das monatliche Arbeitsentgelt 450 EURO nicht überschreitet. 

Ist der Jahresverdienst des Minijobbers höher als 5.400 EURO, wird dessen Beschäftigung aber nicht zwangsläufig als sozialversicherungspflichtig eingestuft. Vielmehr gibt es Ausnahmeregelungen. Sie finden sich in den Geringfügigkeits-Richtlinien des GKV-Spitzenverbandes. Bei gelegentlicher Überschreitung, also nicht mehr als drei Monate innerhalb eines Kalenderjahres und, wenn die jährliche Entgeltgrenze nicht vorhersehbar überschritten wird, bleibt der Minijob bestehen. Aus der entsprechenden Veröffentlichung des GKV-Spitzenverband vom 30. März 2020 lässt sich entnehmen, dass ein nur gelegentliches Überschreiten der Verdienstgrenze zwischen März und Oktober 2020 auch dann noch vorliegt, wenn fünf Monate betroffen sind. Die Entscheidung erfolgte parallel zur Erhöhung der Zeitgrenzen für kurzfristige Beschäftigungen, die von drei auf fünf Monate ausgedehnt worden sind. Ziel ist, die Covid-Folgen der geringfügig und kurzfristig Beschäftigten abzumildern.